Der Wow-Effekt

Wenn plötzlich, das, was du als Jugendliche gelernt hast, wie beim Puzzeln einen Sinn ergibt.

#Musiktheorie #Klavierspielen #Chor

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(GC) Earth-Cache-Day: Kupferschiefer am Iburg

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Vorgestern war Earth-Cache-Day. Das hat was mit Geocaching zu tun. Geocaching ist nicht Pokémon jagen. Sondern besser. Meistens rennt man durch die Gegend und sucht Tupperdosen (ist das jetzt wirklich besser? Das ist wahrscheinlich Geschmackssache). Aber es gibt auch sogenannte Earth-Caches, die man mit Hilfe eines GPS-Gerätes suchen kann.  Hier muss man Fragen zu bestimmten geologischen Gegebenheiten beantworten, bevor man den Cache loggen (also in sein Tagebuch bei http://geocaching.com eintragen) darf. Außerdem erfährt man von den Ownern (den Leuten, die diesen Cache angelegt haben) in der Regel eine Menge über das, was man vor Ort sieht.

Vorgestern war also Earth-Cache-Day und wir haben uns auf den Weg nach Bebra-Iba gemacht. Dort gibt es die Iburg. Eine ehemalige Burganlage aus der frühen Bronzezeit, die im Kupferschieferzeitalter als Abraumhalde benutzt wurde.

Zunächst haben wir bei herrlichem Herbstwetter die Stationen der Iburg-Runde gesucht und bis auf eine auch gefunden. Oben angekommen hatten wir das Gefühl, gerade durch das Stargate gegangen und auf einem anderen Planeten angekommen zu sein. So anders war plötzlich die Landschaft. Dieser Abraumberg aus Schieferplatten wirkte irgendwie fremd – und sehr steil. Auf dem Foto kann man das leider nicht gut erkennen. Wir sind nicht hochgeklettert, weil wir auch noch zum Drachenfest in Iba wollten. Aber das wollen wir irgendwann noch nachholen. Falls jemand hier herkommen will: feste Schuhe sind zu empfehlen.

Der Wald um die Schieferhalde ist märchenhaft. Bäume und Steine sind von Moos überwuchert, was eine ganz besondere Atmosphäre ergibt. Wir haben Pilze und Flechten entdeckt, wie ich sie nie zuvor gesehen habe. Im Gegensatz zu unserer letzten Waldrunde war es absolut still. Solche Momente sind heutzutage selten und wirken erholsam auf Körper und Geist.

Kupferschieferbergbau

Im Gegensatz zum Thüringer Dachschiefer ist Kupferschiefer nicht so witterungsbeständig, es handelt sich auch nicht um Schiefer im petrographischen Sinn (Petropgraphie = Gesteinskunde). Dies liegt in der Entstehung der beiden Gesteine begründet. Der Thüringer Dachschiefer ist durch Gebirgsbildung entstanden und war einem höheren Druck ausgesetzt, weshalb er eine höhere Dichte aufweist als der Kupferschiefer. Der Kupferschiefer ist entstanden, indem sich Tonpartikel im sogenannten Zechmeer (das sich über ein weites Gebiet von Ostschottland und Nordostengland über die Niederlande und Dänemark, Deutschland und Polen bis nach Litauen erstreckte (Quelle: Mineralienatlas.de)) absetzten und durch den Druck jüngerer, darüber liegender Sedimentsschichten zusammengepresst wurden. Der Name Kupferschiefer kommt durch den schiefrigen Aufbau des Gesteins und die Einlagerungen von Kupfer und anderen Mineralien und Metalle zustande.

Der Kupferschieferabbau begann in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Im Richelsdorfer Gebirge befand sich ein Schwerpunkt (was heute zu Problemen führt, siehe Boden in Richelsdorf stark mit Arsen belastet ). Da sie nicht mehr wirtschaftlich waren, wurden die letzten Bergwerke 1955 geschlossen. Danke für den tollen Cache an Herbalwitch1965!

Französische Zwangsarbeiter in Iba

Von 1940 bis 1945 befand sich in Iba ein sogenanntes „Franzosenlager“ – französische Kriegsgefangene, die im Kupferschieferbergbau zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Zeitweise waren es bis zu 500 Personen. Von den sechs Baracken des Lagers ist eine nach dem Krieg abgebrannt, die anderen sind zu Wohnhäusern umgebaut worden. Weitere Informationen hierüber und über die Geschichte des Bergbaus in Richelsdorf findet man in: Jürgen Raabe: Zwangsarbeit bei der Kurhessischen Kupferschieferbergbau Sontra 1940 – 1945.

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Uii, wie die Zeit vergeht…

Seit 2014 habe ich hier nichts mehr geschrieben? Das kommt mir gar nicht so lange vor. Aber damals habe ich eine neue Stelle bekommen und seitdem wenig Zeit für mein Privatleben gehabt.

Zur Zeit sehe ich aber zu, dass es wieder Privatleben gibt. Sonst kann ich die Arbeit auch auf Dauer nicht machen. Und ich habe wieder Lust, hier zu schreiben. Dann bin ich gespannt, was das Leben für Geschichten bereit hält.

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Nachverlosung

Leider hat sich die ursprüngliche Gewinnerin nicht gemeldet und mit den angegebenen Daten konnte ich sie auch nicht erreichen, sondern habe nur eine Fehlermeldung bekommen. Deshalb habe ich jetzt noch einmal in den Lostopf gegriffen: die glückliche Gewinnerin ist nun: QUEEN OF HOME.

Du hast eine Mail bekommen und hast bis zum 17.5.2014 Zeit, Dich bei mir zu melden. Herzlichen Glückwunsch!

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…and the winner is…

Christinefrank2014mupfel!

Bitte schicke mir bis zum 9.5.2014 eine Mail mit deiner Adresse an

manu8833-info@yahoo.de.

Herzlichen Glückwunsch!

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Verlosung zum Welttag des Buches am 23. April

Der KochDieses Jahr beteilige ich mich auch an der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“. Zu gewinnen gibt es das Buch „Der Koch von Martin Suter. Darin geht es um den tamilischen Asylbewerber Maravan, der mit seiner Kollegin ein Catering für Liebesmenüs eröffnet. Die Geschäftsidee kommt gut an.

Unter allen, die meinem Blog folgen, verlose ich dieses Buch. Als Bonus gibt es noch ein Kochbuch dazu. Teilnahmeschluss ist der 30. April 2014.

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Rennst du noch oder lebst du schon?

Meine Freundin hatte mich einfach mal angemeldet und so war ich heute beim Frauenfrühstück in Heringen-Kleinensee. Das Frühstücksbuffet war von Frauen der Landeskirchlichen Gemeinschaft Werratal liebevoll vorbereitet worden – damit auch alle kommen konnten, die Lust dazu hatten, stand eine Kinderbetreuung bereit – und der Vortrag der Referentin war ein echtes Erlebnis. Ich war nicht die Einzige, die sich am Ende gewünscht hat, mal eine Stunde in ihrem Matheunterricht zu sitzen.

Birgit Sych aus Berlin referierte zum Thema „Rennst du noch oder lebst du schon.“ Inhaltlich war es für die meisten wahrscheinlich nichts Neues. Aber es tut gut, sich immer mal wieder bewusst zu machen, wie man durch den Tag hetzt, welche „Zeitdiebe“ und „Krankheiten“ dafür sorgen, dass viele von uns so gestresst sind – und was man dagegen tun kann.

Gleich zu Beginn erinnerte Frau Sych daran, dass man von einem Vortrag sowieso das meiste schnell wieder vergisst. Deshalb sollte sich jede Zuhörerin EINE Idee merken und in ihren Alltag mitnehmen. Als Mutter von sieben Kindern, Koordinatorin von Frauenfrühstückstreffen, Referentin, Buchautorin und Organisatorin von Ehewochenenden hat Birgit Sych selbst einen ausgefüllten Zeitplan. Sie untermalte ihren lebendigen Vortrag immer wieder mit Beispielen aus ihrem eigenen Leben.

Passend zu meinem aktuellen Lieblingszitat von Astrid Lindgren: „…und dann muss man noch Zeit haben, um einfach nur dazusitzen und aus dem Fenster zu starren“ erzählte Frau Sych, dass vor 40 Jahren die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen war, aus dem Fenster zu schauen. Man legte sich ein Kissen auf die Fensterbank, schaute und kam mit der Nachbarschaft ins Gespräch. Heute werden oft mehrere Dinge gleichzeitig erledigt – und sei es, genau dann ins Fitnessstudio zu gehen, wenn dort gerade die Lieblingsserie läuft.

Als „Zeitfresser“ und „Zeitkrankheiten“ entlarvt Birgit Sych Unterbrechungen, die oft sogar dazu führen, dass eine Tätigkeit ganz abgebrochen wird („Wenn ein Teenager mit Ihnen redet, dann ist das eine Gnade – lassen Sie sich nicht vom Telefon unterbrechen; nachdem Sie fertig sind mit telefonieren, wird er nicht mehr mit Ihnen sprechen.“), Aufschieberitis („Ich kann die Steuererklärung gar nicht machen, weil ich dazu unseren Esstisch benötige. Und der wird, wie der Name schon sagt, zum Essen benötigt, dann werden dort Hausaufgaben angefertig und manchmal auch Spiele gespielt – kaum vorstellbar, wenn eine der wichtigen Quittungen plötzlich in einem Latein-Vokabelheft verschwinden würde.“), Perfektionismus und die Ja-Sager-Krankheit: Na klar, man hat so viel um die Ohren, dass man auf keinen Fall am Elternabend als Elternbeirat zur Verfügung steht – und plötzlich merkt man, wie der eigene Arm sich ganz von allein in die Höhe hebt und obwohl man doch gerade innerlich ein entschlossenes Nein formuliert hat, hört man sich plötzlich sagen: „Ja, ich – ich mache das doch gern.“ Gerade für diesen Fall empfiehlt sie, das Nein-Sagen einfach mal zu üben. Als sie vom Pfarrer gebeten wurde, ein Fest zu organisieren, hat sie einen Kompromiss gefunden. Sie sagte zu ihm: frag bitte zuerst diese drei Leute, die ich dir jetzt nenne – wenn keiner von denen zusagt, werde ich das Fest organisieren. – Gleich die erste Frau war erfreut, gefragt worden zu sein. Und Frau Sych hatte einerseits nicht den Stress, die Aufgabe erledigen zu müssen und andererseits hatte sie an Respekt gewonnen. Und das empfiehlt sie auch den Zuhörerinnen: öfter mal „Nein!“ sagen.

Für den Heimweg gibt sie noch als Aufgabe mit, den Nachmittag mit einer Herzenstätigkeit zu verbringen. Etwas, was Freude macht und nicht in Effizienz gemessen werden muss. Auch hierfür hat sie wieder ein Beispiel aus ihrem eigenen Leben parat: einmal ist sie mit ihren Töchtern in ein Schuhgeschäft gegangen und sie haben dort eineinhalb Stunden lang die verrücktesten Schuhe anprobiert, die sie nie kaufen würden. Aber sie hatten unheimlich viel Spaß und erinnern sich immer wieder gern an diesen Nachmittag zurück.

Was wirst du gleich Lustiges, Verrücktes, Schönes tun?

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